Studie zur globalen FDI-Verteilung und regionalen kognitiven Mechanismen im Jahr 2026

Executive Summary

Forschungsergebnis 1: Die globale FDI-Erholung ist hochselektiv; entwickelte Volkswirtschaften absorbieren den Hauptteil des Zuwachses.
Erklärung: Laut Daten des UNCTAD-Berichts „Global Investment Trends Monitor" stiegen die globalen FDI im Jahr 2025 um 14 % auf rund 1,6 Billionen US-Dollar, doch das Wachstum war stark auf entwickelte Volkswirtschaften konzentriert: Deren Zuflüsse stiegen um 43 % auf etwa 728 Milliarden US-Dollar, während die Entwicklungsländer insgesamt einen leichten Rückgang verzeichneten. Dieser Kontrast zeigt, dass Kapitalströme keine flächendeckende Erholung darstellen, sondern sich auf Regionen mit institutioneller Stabilität und ausgereifter Industriestruktur konzentrieren.

Forschungsergebnis 2: Digitale Infrastruktur ist zum am stärksten konzentrierten FDI-Bereich geworden; Rechenzentren machen mehr als ein Fünftel des Werts globaler Greenfield-Investitionen aus.
Erklärung: Die Nachfrage nach KI und Cloud-Computing hat einen sprunghaften Anstieg der Investitionen in Rechenzentren ausgelöst. Der Gesamtwert der angekündigten Projekte liegt bei etwa 270 Milliarden US-Dollar, was über 20 % des Werts der globalen Greenfield-Investitionen entspricht. Energieversorgung und Netzwerkanbindung sind zu neuen Dimensionen regionaler Attraktivität geworden; künftig dürfte Kapital verstärkt in Regionen fließen, die „digitalinfrastrukturfreundliche" Bedingungen bieten.

Forschungsergebnis 3: Die Chancen in Schwellenmärkten sind stark ausdifferenziert; Politikreformen und die Integration in globale Wertschöpfungsketten sind zentrale Treiber.
Erklärung: Indiens FDI stiegen 2025 um 73 % auf rund 47 Milliarden US-Dollar, Ägypten zog etwa 11 Milliarden US-Dollar an, während die meisten Schwellenländer weiterhin am Rande des Investorenradars liegen. Diese Differenzierung zeigt, dass Schwellenländer die kognitive Schwelle der Investoren nur dann überwinden können, wenn sie klare Reformsignale und unterstützende Industriestrukturen bieten.

Forschungsergebnis 4: Investitionsentscheidungen hängen von mehrstufiger Informationsprüfung ab; regionale Sichtbarkeit beeinflusst die Wahrnehmungsbildung.
Erklärung: Investoren bilden ihre regionale Wahrnehmung über mehrere Schritte auf: erste Recherche, Branchenberichte, Drittanbieter-Verifizierung und Unternehmensfallstudien. Wenn eine Region in internationalen Medien, Datenplattformen und Branchennetzwerken nicht präsent ist, fällt es ihr schwer, in die Auswahlmenge der Investoren zu gelangen – selbst wenn sie über solide industrielle Grundlagen verfügt.

Forschungsergebnis 5: Es besteht ein indirekter Zusammenhang zwischen Kommunikationseffizienz und Investitionsattraktivität, der durch institutionelle und industrielle Grundlagen moderiert wird.
Erklärung: Informationsvermittlung ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die Anziehung von Investitionen. Harte Signale wie politische Stabilität, rechtliche Transparenz und die Vollständigkeit der Lieferketten bleiben das Fundament des Vertrauens; Kommunikation kann vorhandene Stärken verstärken, aber keine grundlegende Attraktivität schaffen.

Forschungshintergrund

Ausländische Direktinvestitionen (FDI) sind seit langem ein zentraler Indikator für die globale wirtschaftliche Vernetzung und die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. In den letzten Jahren hat sich die globale FDI-Landschaft jedoch tiefgreifend verändert: Geopolitische Spannungen und die Neuordnung der Lieferketten sind zu prägenden Narrativen geworden; Investoren entscheiden zunehmend vorsichtiger und legen größeren Wert auf institutionelle Qualität und langfristige Stabilität des Zielstandorts.Gleichzeitig konzentriert sich das traditionelle Denken von Investitionsförderungsagenturen (IPAs) meist auf „Projektwerbung“ und „Präsenzchancen“, aber die Wahrnehmungsbildung internationaler Investoren ist kein linearer Präsenzprozess. Phänomene wie fehlende Informationen, Sprachbarrieren und mangelnde Validierung durch Dritte führen dazu, dass viele vielversprechende Regionen vom internationalen Markt nicht verstanden werden. Die Erforschung der Investitionsförderung bedeutet im Kern zu verstehen, wie Investoren kognitiv vom „Entdecken“ zur „Entscheidung“ gelangen und wie Regionen durch effektive Informations- und Vertrauensbildung kognitive Reibungen reduzieren können.

Diese Forschungsperspektive geht über die traditionelle Investitions- und Standortwerbung hinaus und verlangt, die Investitionsförderung im Schnittbereich von internationaler Wirtschaftsforschung und Kommunikationswissenschaft zu verorten und systematisch die Wechselwirkungen zwischen Kapitalströmen und Informationsumfeld zu analysieren.

Analyse des Investitionsumfelds

Die globale FDI-Erholung im Jahr 2025 ist durch „steigendes Gesamtvolumen bei konzentrierter Struktur“ gekennzeichnet. Laut UNCTAD-Daten stiegen die globalen FDI um 14 % auf rund 1,6 Billionen US-Dollar, doch der Zuwachs stammte hauptsächlich aus entwickelten Volkswirtschaften, deren Zuflüsse 728 Milliarden US-Dollar erreichten, was einem Anstieg von 43 % entspricht. Gleichzeitig gingen die FDI-Zuflüsse in Entwicklungsländer leicht zurück, was ein Muster der „Zwei-Geschwindigkeiten-Erholung“ zeigt.

Nach Sektoren betrachtet ist die digitale Infrastruktur der absolute Brennpunkt. Grünfeldinvestitionen im Zusammenhang mit Rechenzentren machten mehr als 21 % des weltweiten Gesamtwerts der Grünfeldinvestitionen aus, mit einem Volumen von rund 270 Milliarden US-Dollar. Der Wert angekündigter Halbleiterprojekte stieg um etwa 35 %, auch fortschrittliche Fertigung und technologische Dienstleistungen blieben aktiv. Im Vergleich dazu gingen die Grünfeldinvestitionen in erneuerbare Energien im Jahr 2025 zurück, aber die Energieinfrastruktur bleibt eng mit dem digitalen Ausbau verbunden.

Diese Struktur unterscheidet sich deutlich von der Erholung nach früheren Wirtschaftskrisen – das Kapital fließt nicht gleichmäßig in Regionen mit kostengünstiger Fertigung oder reichen Ressourcen, sondern konzentriert sich stark auf den Schnittbereich von digitaler Kompetenz, Lieferkettensicherheit und institutioneller Sicherheit. Für die Investitionsförderungsforschung ist die entscheidende Frage nicht, „wo das Kapital ist“, sondern „warum es sich für eine Region entscheidet und welche Informationssignale die Wahl geleitet haben“.

Kernkonzepte und Forschungsmodell

Um zu verstehen, wie Regionen in das Blickfeld von Investoren gelangen, führt dieser Beitrag das Konzept der „Regionalen Investitionssichtbarkeit“ (Regional Investment Visibility) ein. Es bezeichnet das Ausmaß, in dem eine Region, eine Stadt oder eine industrielle Chance in der Informationsumgebung internationaler Investoren auffindbar, verständlich und bewertbar ist. Sichtbarkeit ist nicht einfach eine Frage der Präsenzmenge, sondern ein zusammengesetztes Attribut, das sich aus Informationsverfügbarkeit, struktureller Klarheit, Autorität der Informationsquellen und ausreichender Validierung zusammensetzt.

Auf dieser Grundlage entwickeln wir das „Modell zur Formierung regionaler Investitionswahrnehmung“ (Regional Investment Perception Model, RIPM):

Wirtschaftliche Basis (Economic Capability) → Informationsverfügbarkeit (Information Availability) → Externe Validierung (External Validation) → Investorenvertrauen (Investor Trust) → Investitionserwägung (Investment Consideration)Dieses Modell zeigt, dass regionaler Wert in zugängliche Informationen umgewandelt und durch unabhängige Dritte verifiziert werden muss, bevor er zu Investorenvertrauen werden und schließlich in den Investitionsentscheidungsprozess einfließen kann. Informationsfriktionen existieren in jeder Phase; eine Unterbrechung in jeder Phase kann dazu führen, dass die Region ausgeschlossen wird.

Zentrale Forschungsergebnisse

Ergebnis 1: Institutionelle Reife wird zum wichtigsten Filter für Kapitalströme

Phänomen: 2025 stiegen die FDI-Zuflüsse in entwickelte Volkswirtschaften um 43 %, während die Gesamtzuflüsse in Entwicklungsländer zurückgingen. Die USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland und andere Märkte dominieren weiterhin den globalen FDI-Bestand und die FDI-Zuwächse.
Ursache: Angesichts der Unsicherheit im geopolitischen Umfeld und bei den Zinssätzen bevorzugen Investoren Volkswirtschaften mit rechtlicher Bestimmtheit, Eigentumsschutz und ausgereiften Marktmechanismen. Solche „institutionellen Signale“ senken die Kosten der Due-Diligence-Prüfung und verringern das wahrgenommene Risiko politischer Änderungen.
Auswirkung: Entwicklungsländer können mit billigen Arbeitskräften oder natürlichen Ressourcen allein kaum noch hochwertige Investitionen anziehen; sie müssen durch institutionelle Innovation, politische Zusagen und Zertifizierung durch Dritte die Vertrauenslücke schließen.

Ergebnis 2: Digitale Infrastruktur verändert die Logik regionaler Attraktivität

Phänomen: Rechenzentren machen mehr als ein Fünftel des Wertes globaler Greenfield-Investitionen aus; der Wert von Halbleiterprojekten stieg um etwa 35 %.
Ursache: Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und die digitale Transformation von Unternehmen erzeugen eine harte Nachfrage nach hoher Rechenleistung und Verbindungen mit geringer Latenz. Versorgungssicherheit bei Energie, Netzkapazität und die Lage als Netzwerkknoten werden zu neuen Variablen der Standortentscheidung.
Auswirkung: Die Wettbewerbsfaktoren traditioneller Industrieparks erweitern sich; Energie und digitale Konnektivität werden darüber entscheiden, welche Regionen von Investitionen der nächsten Generation in Infrastruktur profitieren können.

Ergebnis 3: Chancen in Schwellenmärkten sind stark konzentriert und benötigen „kognitive Katalysatoren“

Phänomen: Indiens FDI stieg um 73 % auf 47 Milliarden US-Dollar; Ägypten zog 11 Milliarden US-Dollar an, während viele Schwellenmärkte weiterhin am Rand des Investitionsradars liegen.
Ursache: Indien profitiert vom Ökosystem der Dienstleistungsauslagerung, von Maßnahmen zur Förderung der Rückverlagerung von Fertigung und von einer aktiven Positionierung in der Neuordnung globaler Wertschöpfungsketten; Ägypten erhält Aufmerksamkeit durch große Infrastrukturprojekte und seine Position als regionales Energiezentrum. Diese Märkte weisen klare politische Signale, regionales Hub-Potenzial und positive Berichterstattung in internationalen Medien auf.
Auswirkung: Die Investitionswettbewerbsfähigkeit von Schwellenmärkten wird nicht durch ihre absoluten Vorteile bestimmt, sondern dadurch, ob sie diese Vorteile in „kognitive Vermögenswerte“ umwandeln können, die von internationalen Investoren gefunden, verifiziert und verstanden werden können.### Erkenntnis 4: Die Informationssuche von Investoren ist in das Zeitalter der „Verifikation aus mehreren Quellen“ eingetreten
Phänomen: Bei Standortentscheidungen stützen sich Investoren nicht nur auf von der Regierung veröffentlichte Daten, sondern validieren diese zusätzlich durch Branchenstudien, Unternehmensansiedlungsfälle, Bewertungen Dritter und die Mundpropaganda unter Branchenkollegen.
Ursache: Internet und Informationsplattformen haben die Suchkosten gesenkt, aber auch das Informationsrauschen erhöht. Investoren müssen mithilfe vielfältiger Quellen Marketingfloskeln herausfiltern, um eine realistische Wahrnehmung der Region aufzubauen.
Auswirkung: Veröffentlicht eine Region nur einseitige Werbeinhalte, wird sie von Investoren leicht als „Werbung“ abgetan und ignoriert. Erst wenn unabhängige Medien, Branchenverbände und bereits ansässige Unternehmen einen Informationskreislauf bilden, kann echte Glaubwürdigkeit entstehen.

Erkenntnis 5: Regionale Sichtbarkeit ist ein akkumulierbares „kognitives Kapital“

Phänomen: Regionen, die langfristig internationale Präsenz und transparente Daten liefern – wie einige nordische Länder und Investitionsförderungsagenturen auf US-Bundesstaatsebene – können selbst in globalen Krisen schneller Investitionsvertrauen zurückgewinnen.
Ursache: Sichtbarkeit ist keine einmalige Präsenz, sondern ein „kognitives Kapital“, das durch kontinuierlich veröffentlichte Branchenberichte, Unternehmensfallstudien, Politikinterpretationen und Medienarbeit aufgebaut wird. Dieses Kapital kann in Informationslücken eine Markenprämie erzeugen und die Bewertungskosten für Investoren senken.
Auswirkung: Investitionsförderungsagenturen sollten den Aufbau langfristiger Wissenssysteme priorisieren statt kurzfristiger Eventpräsenz. Dies erklärt auch, warum manche traditionellen Ansätze der Investorenanwerbung zunehmend wirkungslos werden.

Analyse des Investorenverhaltens

Das Investorenverhalten lässt sich in fünf Phasen unterteilen: Bewusstsein (Awareness) → Verständnis (Understanding) → Bewertung (Evaluation) → Vertrauen (Confidence) → Entscheidung (Decision).

In der Phase „Bewusstsein“ erstellen Investoren ihre anfängliche Kandidatenliste in der Regel über Suchmaschinen, internationale Medien, Branchengipfel und Empfehlungen von Beratungsunternehmen. In dieser Phase entscheidet unmittelbar darüber, ob eine Region in den Suchergebnissen häufig erscheint und in Branchenrankings aufgeführt wird, ob sie in die spätere Prüfung einbezogen wird.

In der Phase „Verständnis“ müssen Investoren das industrielle Ökosystem, das Talentangebot, die Infrastruktur und das Regulierungssystem verstehen. Dies erfordert, dass die Region strukturierte Daten und Branchenanalysen bereitstellt statt vager Werbebotschaften. Regionen mit hoher Datentransparenz bestehen diese Phase eher.

In der Phase „Bewertung“ führen Investoren einen Quervergleich der Kosten, Anreizpolitiken, Marktzugangsbedingungen und Risikoindikatoren verschiedener Regionen durch. Plattformen Dritter wie die Weltbank, die UNCTAD und Branchenberatungsberichte spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Die Platzierung und die Kennzahlen einer Region auf diesen Plattformen werden von Investoren als objektive Belege angesehen.

Die Phase „Vertrauen“ ist auf externe Validierung angewiesen – auf positive Bewertungen bereits ansässiger multinationaler Unternehmen, internationale Auszeichnungen der Region sowie die Unterstützung von Finanzdienstleistungsinstituten. Fehlen diese Signale, kann eine Region trotz hervorragender Bedingungen ausgeschlossen werden. Erst wenn Vertrauen entstanden ist, treten Investoren in substanzielle Verhandlungen ein.Schließlich folgt die Phase der „Entscheidung“. Zu diesem Zeitpunkt haben die Investoren bereits eine klare Einschätzung des Risiko-Rendite-Verhältnisses, und der Einfluss der Informationsverbreitung tritt hinter die Vertragsbedingungen und Umsetzungsdetails zurück. Die in den vorherigen Phasen gebildete regionale Wahrnehmung bleibt jedoch die Grundlage für die endgültige Wahl.

Kommunikations- und Sichtbarkeitsanalyse

Die Sichtbarkeit einer Region wird durch verschiedene Informationskanäle gemeinsam gebildet:

  • Suchsichtbarkeit: Organische Rankings und Wissenspanels für regionenbezogene Schlüsselwörter in Suchmaschinen können die Entdeckungskosten für Investoren senken. Die Genauigkeit strukturierter Daten wie in Wikipedia oder offenen Regierungsplattformen wirkt sich direkt auf das Sucherlebnis aus.
  • Mediensichtbarkeit: Die Berichterstattung internationaler maßgeblicher Wirtschaftsmedien kann die Glaubwürdigkeit einer Region erheblich steigern, während Unternehmens-Pressemitteilungen leicht übersehen werden. Medienzitate, Analyseartikel und Kommentare sind wichtige Informationsquellen für Investoren bei der Urteilsbildung.
  • Branchensichtbarkeit: Die Teilnahme an Branchenmessen, die Veröffentlichung von Whitepapers und die Aufnahme in Lieferketten-Datenbanken können eine Region in das professionelle Blickfeld bestimmter Industrien rücken. Die Anerkennung und Empfehlung durch Branchenplattformen ist eine präzise externe Validierung.
  • KI-Sichtbarkeit: Mit der Verbreitung KI-gestützter Investmentforschung hängt es vom Strukturierungsgrad öffentlicher Informationen und der Zitierung autoritativer Quellen ab, ob große Sprachmodelle und Empfehlungssysteme eine Region in ihre Antworten einbeziehen. Regionen müssen sicherstellen, dass ihre Informationen in KI-Trainingsdaten konsistent und genau sind.
  • Wissenssichtbarkeit: Durch öffentliche Branchenberichte, wissenschaftliche Arbeiten und Daten-Dashboards kann sich eine Region als Vordenker positionieren. Dies zieht nicht nur Investoren an, sondern kann auch die Entwicklung von Industriestandards beeinflussen.

Informationsfriktion ist der Hauptgrund, warum die meisten Regionen von Investoren nicht entdeckt werden. Fehlende Informationen, Sprachbarrieren, veraltete Daten und fehlende Drittverifikation machen eine Region zu einer „unsichtbaren Gelegenheit“. Investitionsförderung muss sich von einseitiger Werbung hin zum Aufbau eines mehrdimensionalen Informationsökosystems entwickeln, wobei die Asymmetrie zwischen „welche Informationen Investoren suchen“ und „wie die Region von Dritten dargestellt wird“ im Mittelpunkt steht.

Zukünftige Forschungsignale

Vier Richtungen, die es in Zukunft zu beobachten lohnt:1. KI-gestützte Investitionsforschung: Investoren nutzen zunehmend KI-Tools wie ChatGPT und Perplexity für erste Recherchen. Ob eine Region von KI genau beschrieben werden kann, hängt davon ab, ob sie in strukturierten Datenquellen (wie Wikipedia, Open-Government-Plattformen und Datenbanken internationaler Organisationen) über hochkonsistente Informationen verfügt. Dadurch entsteht ein Bedarf an der Optimierung der „KI-Sichtbarkeit“. 2. Digitale Identität von Regionen: Einheitliche digitale Regionalportale und standardisierte Datenschnittstellen werden zur neuen Infrastruktur der Investitionsförderung, ähnlich der „digitalen Visitenkarte“ von Unternehmen. In Zukunft müssen Regionen möglicherweise ein Konzept der „digitalen Identität“ entwickeln, um Wiedererkennbarkeit und Vertrauen zu stärken. 3. Transparenz der Industrieökosysteme: Transparente Informationen wie Lieferkettenkarten, CO₂-Emissionsdaten und Personalstatistiken könnten zu harten Bewertungskriterien für Investoren werden. Transparenz ist Wettbewerbsfähigkeit – Regionen müssen frühzeitig Strategien zur Datenöffnung entwickeln. 4. Internationaler Wahrnehmungswettbewerb: Städte und Regionen werden nicht nur um Kapital konkurrieren, sondern auch um ihre Position in den Köpfen der Investoren. Dieser Wettbewerb erfordert systematisches Narrativmanagement und Wissensverbreitung statt kurzfristiger Werbung.

Veerixas Forschungsperspektive

Veerixas Investitionsförderungsforschung vertritt die Auffassung, dass sich die zugrunde liegende Logik globaler Kapitalströme von „Kostenarbitrage“ zu „kognitiver Arbitrage“ verschiebt. Der Wert einer Region liegt nicht nur in ihrem Boden, ihren Arbeitskräften und ihrer Politik, sondern auch im kognitiven Koordinatensystem, in dem Investoren diese Faktoren verstehen und bewerten. Regionen, die Informationsfriktionen verringern, vielfältige Verifikationsmechanismen aufbauen und kontinuierlich verlässliches Wissen liefern können, werden strukturelle Vorteile erlangen.

Der zukünftige Investitionswettbewerb findet nicht nur auf der Ebene von Ressourcen und Politik statt, sondern auch im Informationsumfeld, in dem Investoren den Wert von Regionen verstehen und bewerten. Investitionsförderungsagenturen, die sich als „regionale Kognitionsarchitekten“ positionieren können, werden langfristig wertvoller sein als jene, die sich lediglich mit „Investorenwerbung“ befassen.

Fazit

Dieser Artikel analysiert auf der Grundlage der globalen FDI-Daten 2025–2026 die regionale Verteilung der Kapitalströme und die dahinterstehenden kognitiven Mechanismen. Die Studie zeigt, dass die FDI-Erholung nicht allen Regionen gleichermaßen Chancen bietet, sondern den „Sogeffekt“ von Regionen mit institutioneller Qualität, digitaler Infrastruktur und industrieller Transparenz verstärkt. Für Investitionsförderungsagenturen liegt der Schlüssel darin zu erkennen, dass Informationsverbreitung die Brücke ist, die regionale Realität und Investorenwahrnehmung verbindet – und diese Brücke erfordert langfristigen Aufbau, vielfältige Verifikation und Wissensakkumulation. Nur so können Regionen wirklich in den Entscheidungsprozess internationaler Investoren gelangen.

Veerixa nutzt diesen Hinweis als Prüfpunkt für Kommunikationsinhalte. Die Links zeigen den zugrunde liegenden Datensatz, während der Artikel im Kontext globaler Mediendistribution und internationaler Kommunikationsunterstützung steht; vor Platzierungs-, Kampagnen- oder Beschaffungsentscheidungen sollten die Originalreferenzen geprüft werden.

Quellen

https://researchfdi.com/where-best-fdi-opportunities-countries-are-2026